Gelebt wie Gott in Frankreich

Gelungene Gartenreise des LGS-Fördervereins in die Partnerstadt Château-Thierry - aus der Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 147 vom 30.06.2014 - von Dorothee Lindenberg - Fotos: Gerhard Cherdron.

Der Ausflug des Fördervereins Landesgartenschau Mosbach zu ausgewählten Gärten Lothringens und der Champagne war ausgebucht, noch ehe er ausgeschrieben war. Zum Dreh- und Angelpunkt hatte Organisator Clemens Kaiser die Partnerstadt Château-Thierry gewählt. Kaiser, selbst aktiv im Partnerschaftskomitee von Mosbach, hatte seine Erfahrung und seine Kontakte spielen lassen.

Gruppe2

Bereits auf der Hinfahrt machte die 36 Personen starke Reisegruppe Halt im 'Garten der Aromen' in Laquenexy bei Metz. Der aus der Rebenzuchtanlage entstandene und später zur Versuchsanlage für Obstanbau erweiterte Garten ist seit 2005 für Besucher geöffnet. Mit seinen verschiedenen Themengärten und seinem Labyrinth geriet er auf Anhieb zu einer Reise ins Reich der Sinne.

In Château-Thierry angekommen, wurde die Reisegruppe von der stellvertretenden Partnerschaftskomitee-Vorsitzenden Danielle Briet sowie den Ehepaaren Dominique und Marie-Clemence Mouton und Christian und Jeannine Thevenin empfangen, die auch den Transport zwischen den Hotels 'Les Fabliaux' und 'Hexagone' sicher stellten.

Der Samstagmorgen war reserviert für eine Champagner-Verkostung bei 'Champagne Lévêque-Dehan' in Barcy sur Marne, bevor eine Rast am 'Monument américain' (Denkmal für die französisch-amerikanische Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg) den Blick auf Château-Thierry und das Marnetal schärfte. Zum anschließenden 'Picnic à la francaise' gesellte sich der für Partnerschaftsangelegenheiten zuständige Vertreter der Stadt, Felix Bokassia. Der Nachmittag gehörte dem nördlich von Château gelegene 'Jardin du Clos joli' in Brécy, wo Künstlerin Francoise Radet-Mannerkorpi auf gut 50 Ar ehemals landwirtschaftlich genutztem Gelände ein Gartenparadies mit Pfingstrosen, Glyzinien, Clematis und Co. und etwa 1000 Rosenstöcken geschaffen hat.

Verkostung

Weiter ging die Reise in den von der Familie de Ladoucette angelegten Garten 'Les Jardins de Viels-Maisons'. Die anfangs auf die Bedürfnisse des Ortspfarrers ausgerichtete Anlage wurde besonders nach der Zerstörung durch das Unwetter vom Dezember 1999 um zahlreiche Gartenelemente erweitert: Englischer Garten, Hortensiengarten, Garten mit analemmatischer Sonnenuhr (der Uhrzeiger ist der Betrachter), Garten der 22 Enkel und Jean-de-la-Fontaine-Fabelgarten. Auf der Heimreise war noch Zeit in Scy-Chazelles den Garten des großen Europäers Robert Schumann bei Metz zu besuchen. - von Dorthee Lindenberg.

Besichtigung     Gruppe3

Gruppe1     Frosch

Fotos: Gerhard Cherdron