Garten(t)räume in der Waldsteige West

Am Tag der offenen Gärten öffnen wieder zahlreiche Gartenbesitzer ihre Türen - aus der Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 158, Montag, 13. Juli 2015 - von Dorothee Lindenberg.

Info: Am Samstag, den 25. Juli 2015 öffnen Änni und Otto Bischoff  am 'Tag der offenen Gärten' im Rahmen des Mosbacher Sommers von 13 bis 18 Uhr ihre Gartentür. Ein Flugblatt (in der Tourist-Info erhältlich) informiert über die teilnehmenden Gartenbesizter.

In der Ehrenbergstr. 10 in der Waldsteige West blühen Rosen und Pfingstrosen, haben sich selbst ausgesäte Stockrosen in Stellung gebracht. Mitte der 80er-Jahre, als Änni und Otto Bischoff hierher gezogen sind, haben sie die umliegende Natur einfach in ihr Gestaltungskonzept mit einbezogen, und ihr Garten machte nicht an der Grundstücksgrenze Halt. Der niedere Holzzaun wurde erst notwendig, als sich Spaziergänger im Teich die Hände wuschen. Dagegen ist der Übergang zu den Nachbarn bis heute fließend geblieben. Kein Zaun, keine Hecke stört den Blick, der sich den Weg über das terrassierte Gelände sucht.

Vor vier Jahren dann musste der Teich weichen. Die Bischoffs wurden Großeltern und wünschten sich einen senioren- und kindgerechten Garten. Auch haben die Obstbäume, habe die große Akazie zu viel Schatten geworfen. Geblieben ist eine kleine Wasserquelle,  die am Fuß von Fächerahorn und Herbst-Anemonen aus der Erde quillt und sich ihren Weg in einem imaginären Bachbett aus unregelmäßigen Kieseln und Trittsteinen sucht. 'Unsere japanische Ecke', freut sich Bischoff. Von Anfang an habe er Schwerpunkte setzen wollen, verrät er. So auch im bayerisch-fränkischen Eck unter dem Balkon, wo sich neben dem Sitzplatz blaue und weiße Campanula grandiflora tummeln.

Weiße Blüten dominieren den Hauptgarten im Frühsommer. Entlang der Holzterrasse wechseln sich Margeriten-Hochstämmchen und Hortensien mit Pomeranzen und Zitronenbäumchen ab. Für die Kübelpflanzen ist Änni Bischoff zuständig. Überwintert werden die kälteempfindlichen Schönheiten in der Garage. Dahinter versteckt sich auch eine 'Abenteuerinsel' mit Feuerstelle, Hängebrücke und Sandkasten. Zauberwald nennt das Enkelkind die Stelle unter den hochgewachsenen Fichten.

In Rosa und Hellblau gehalten ist der Vorgarten, den sich Lavendel und Gräser teilen. Dazwischen finden Mauerpfeffer und Rosen ihren Platz, während sich auf der anderen Hausseite im Schatten der Hängebirke Erika und Azaleen treffen und sich der Lavendel sogar durch den Zaun hinaus auf den Gehweg traut.- Text von Dorothee Lindenberg.